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Missionarische Herausforderung in einer Diasporagemeinde in Dresden

Dresden: Eine verwandelte Stadt Am 13. Februar 1945 war Dresden zersört worden durch die Bombenangriff der Engländer am Ende des zweiten Weltkrieges. Alte Bilder zeigten die unvorstellbare Zerstörung der Stadt, vor allem der Kirchen, der Häusern, der Brücken und historischer Gebäude. Am 13. Februar 2000, genau 55 Jahre nach diesem Angriff, stifteten Engländer ein Kreuz für die wiederafugebaute Frauenkirche als Zeichen für Versöhnung und Frieden. In diesem geschichtlichen Tag kam ich zum ersten Mal nach Dresden. Der Schatten des Krieges ist kaum mehr zu erkennen. Seit 55 Jahren wurde Dresden wiederaufgebaut und restauriert zu einer der schönsten Städte Deutschlands. Sie was wie ein Phönix aus der Asche aufstiegen. Außerdem was die Dunkelheit des Sozialismus immer noch spürbar in sozialen, wirtschaftlichen und religiösen Bereichen. Nach 11 Jahren Wiedervereinigung Deutschalnds ist Dresden immer noch eine verwandelte Stadt in der Suche nach ihrer Deutung und ihrem Platz als eine der großen Städte der neuen Bundersländer.

Kirche: Eine Diaporagemeinde

In Dresden, wie in den vielen neuen Bundesländern, sind die Katholiken nur eine Minderheit. Dazu möchte ich auf einige Fakten hinweisen. Im Bistum Dresden-Meissen gibt es 4,5 Mio. Einwohner, von denen 1,3 Mi. (etwa 30%) Christen sind, aber die Katholiken sind nur ungefähr 175,000 (etwa 4%) der gesamten Bevölkerung. Die Mehrheit sind Konfessionsloe oder Atheisten.

Dresden-Cotta: Eine Steyler Gemeinde

Mein Gemeindepraktikum verbrachte ich in Dresden-Cotta (ein Vorstadt der Landeshauptstadt Dresden). Für sechs Wochen wohnte ich in der Pfarrei St. Marien zusammen mit zwei Mitbrüdern: Pfarrer Ernst Ziegler und der vietnamesiche Seelsorger P. Nguyen Vihn. Die Steyler Missionare haben die Pfarrei 1989 übernommen. P. Heinrich Alkämper was der erstre Steyler Pfarrer der Gemeinde. Am Anfang meines Praktikums war ich hilflos. Ich, ein Auslander in einer deutsche Diasporagemiende, wußte nicht, was ich machen sollte. Aber ich weiß, dass ich etwas machen kann. Ich kannte niemand in der Gemeinde. Schritt für Schritt fand ich meinen Weg im Labyrinth. Mein erster Schritt war, die Gemeinde kennenzulernen. Ich beobachtete die Leute, untersuchte die Umgebung und an den verschiedenen Treffen und Aktivitäten der Pfarrgruppen teilnahm. Ich versuchte die Kinder, die Jugendlischen und einige Familien kennenzulernen. Ich war einfach da, wo die Leute sind.

Gemeinde: Zeichen des Widerspruchs

Zu der St. Mariengemeinde gehörten 1,300 Katholiken (unter ca. 40,000 Einwohnern). Trotz der geringen Zahl der Mitglieder ist die Gemeinde lebendig und motiviert. Sie engagieren sich in den unterschiedlichen Gruppen: Gemeinderat, Kolpingsfamilie, Chor, Frauenkreis, Mutter-Kind-Kreis, Seniorenkreis, Kids (4./5. Klasse), Kik (3-6 Jahre) und bei den Jugendlischen, mit denen ich mehrmals zusammen war zum Gebet, Treffen oder einfach zum Spaß. Die Messen am Sonnabend und am Sonntag sind auch gut besucht. Tatsächlich ist diese Diasopragemeinde win Zeichen der Hoffnung und Widerspruch in einer nicht-christlichen Umgebung.

Dresden-Cotta: Wertvolle Zeit

Nach sechs Wochen in Dresden-Cotta war ich zufrieden. Ich habe mehr bekommen asl gegeben. Das war eine der wertvollsten missionarischen Erfahrungen, die ich machen durfte. Wertvoll, weil ich von den Pfarrmitgliedern aufgenommen wurde, obwohl ich ein Auslander bin. Diese Erfahrung hat mir ein anderes Bild der Kirche in Deutschland gezeigt und hat mich inspiriert meine Berufung mit Eifer weiterzuführen. Dafür möchte ich mich bei der Gemeinde in Dresden-Cotta ganz herzlich bedanken.

Adonis Narcelles Jr.