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Inteview mit dem Provinzial

Was ist die größe Herausforderung für die Steyler Missionare heute?

Eine Herausforderung innerhalb der Gesellschaft ist die Internationalität und in dieser Vielfalt die Einheit zu bewahren. Das ist wichtig für den Zusammenhalt der SVD. Eine Herausforderung für die ganze Gesellschaft, nach meine persönliche Meinung ist dass wir qualitätsmäßige und solide Arbeit leisten müssen. Wenn wir viel und neue Einsätze übernehmen, dann haben wir nur oberflächliche Arbeit. Ein Fundament in unserer heutigen Arbeit muß gelegt werden bevor neue Gebiet übernommen werden. Wir haben auch nicht so viele qualifizierte Leute, die an viele Stellen anfangen können.

In bezug auf unsere Internationalität, die meisten kommen aus Asien. Wie sehen Sie diese Tendenz?

Gerade dadurch dass viele Mitbrüder aus Asien kommen, besonders aus Indonesien und Indien, wäre es schön wenn unsere asiatischen Provinzen selbstständig werden und ihr Personal mit anderen Provinzen teilen. Die Asiaten, die ein Drittel der gesamten Mitglieder der SVD sind, spielen eine große Rolle in der Gesellschaft, aber mehrere Leute müssen spezialisieren. Speziale Aufgaben und weiteres Studium müssen durchgeführt. Gerade wenn wir starke Gruppen haben, brauchen wir auch viele fähige Leute.

Was sind für Sie die Schwächen und Stärken unserer Gesellschaft?

Eine Schwäche ist, dass wir wenig Führungspersonal haben, vor allem auch in Ländern, wo viele Leute sind. Wir haben wenig ausgebildete Leute für die Formation, für die Leitung und für die Verwaltung. Wir brauchen sehr gutes, ausgebildetes Personal für bestimmte Aufgaben der Gesellschaft, besonders für die geistige Führung. Unsere Internationalität ist ein Reichtum, aber auch eine Schwäche, wenn die Kooperation nicht gelingt.

Was sind die Herausforderungen für die Steyler hier in Deutschland und in der Provinz?

Eine Herausforderung für uns hier in Deutschland ist die große Zahl der Konfessionslosen. Aber wir haben noch nicht den richtigen Weg oder die richtige Methode gefunden, wie wir an diese Leute herankommen. Zum Beispiel die Diasporasituation in Dresden oder die Interesselosigkeit der Menschen an Glauben oder an Religion. Wir brauchen Zeit, um die richtige Methode zu finden.

Eine Schwäche in unseren Provinz ist die Resignation. Manche Leute glauben, dass, wenn wir aufgeben, wird es uns besser gehen; aber dass stimmt nicht. Ich persönlich sage, wir müssen festhalten, stabilisieren. Wir brauchen eine gewisse Grundlage, bevor wir etwas Neues anfangen. Auf der andere Seite, durch neue Initiativen kann vielleicht neues Leben kommen kann.

Was ist die Priorität der Gesellschaft in unserer Provinz?

Die Priorität und ein gewisser Schwerpunkt in der Provinz ist die Öffentlichkeitsarbeit, in der Medienarbeit, im Presseapostolat. Dort haben wir noch große Möglichkeiten. Wir haben 200.000-300.000 Abonnenten für unsere Zeitschriften. Wir müssen daran denken, wie viele Leute wir ansprechen.

Was werden Sie im Generalkapitel über unsere Provinz mitteilen?

Ich werde keinen Pessimismus verbreiten. Ich bin natürlich ein bißchen darauf gespannt, wie das ganze läuft. Das ist das fünfte Kapitel, an den ich teilnehme. Was ich wichtig finde, ist unser geistliches Leben, vielleicht weniger Aktivismus, sondern mehr solides Lebensbeispiel.

Ich bin persönlich bin der Meinung, dass, wenn wir die richtige Idee und Leute finden, sich die Aufgabe neue stellen kann; wir können viel machen. Wir müssen auch Leute ausbilden, die neue Wege finden, neue Ideen haben und neues Anfang führen. Wir brauchen im augenblick die Geduld, auch wenn es nicht glänzend läuft, weiter zu gehen.