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Von BSB bis Brief von KJW: Meine Erfahrung bei einer Sommerfreizeit

Tell me why, Ain’t nothin’ but a heartache. Tell me why, Ain’t nothin’ but a mistake. Tell me why, I never wanna hear you say, I want it that way. Dieser kleine Ausschnitt ist ein Refrain von einem schönem Lied, das im letzten Jahr sehr bekannt und erfolgreich war, das von der Gruppe ‘Backstreetboys’ (BSB) aus den USA gesungen wird. Ich möchte aber nicht von dieser Gruppe oder ihrem Lied erzählen. Ich möchte nur damit zeigen, wie mir durch dieses Lied sehr viel geholfen wurde, als ich mit den Kindern von der Pfarrei St. Marien, Wedel in ihrer Sommerfreizeit für 9. Tage im Kloster Bardel, Bad Bentheim war.

Als ich zum ersten Mal hörte, dass ich an diesem Programm als Begleiter oder Helfer teilnehmen durfte, habe ich mich sehr darauf gefreut. Aber nicht nur das, denn ich hatte auch Angst und Sorgen, die vermischt waren mit der Frage, ob ich mit diesen Kindern zusammenleben, ob ich mit ihnen umgehen und mich an sie anpassen kann. Denn ich dachte, ich bin ein Ausländer und auch noch nicht lange in Deutschland. Werden sie mich annehmen ?

Natürlich kann ich doch noch optimistisch sein, weil ich ein ‘Frater’ (Priesteramtskandidat) bin, aber ich glaube, dass sie nicht viel darauf achten. Mit diesen optimistischen und pessimistischen Gefühlen habe ich mich einfach ermahnt, weiter zu gehen. Die zwei ersten Tage fühlte ich mich leer und bekam keinen Kontakt mit den Kindern. Aller Anfang ist schwer, so sagt man. Mit diesen Sprichwort konnte ich mich noch trösten und es weiter versuchen. Im dritten Tage ging es dann schon etwas besser, als ich versuchte, ihnen durch Singen und Spielen nahe zu kommen. Sie waren sehr interessiert und haben sich gefreut, denn ich kann ein bißchen Gitarre spielen und kenne die Lieder, die sie gerne singen (z.B. die Lieder von BSB, Oli P., die neue geistliche Lieder, usw.). Von da an konnte ich mich ihnen immer besser anpassen und mit ihnen umgehen, spielen, erzählen, Sport treiben, usw.

Sie haben mir viele Fragen gestellt, in denen es um mich oder um die Kirche ging, was eigentlich ein ‘Frater’ ist und wie er leben soll, wie man im Kloster lebt, was Steyler Missionare sind, ob ich schon eine Freundin oder ein Auto habe, warum ich das nicht haben darf, und dann auch noch Fragen über Indonesien und Asien. Alle ihre Fragen habe ich versucht zu beantworten, so weit wie ich konnte, denn es war noch schwer für mich, das alles auf Deutsch zu erklären. Es war trotzdem sehr schön für sie und auch für mich. Als ich sie gefragt habe, ob jemand Interesse hat, Priester oder Schwester zu werden, da war niemand, der Ja sagte.

Auf der einen Seite habe ich während dieser Tage durch die Kinder viele neue Erfahrungen bekommen, durch alles, was wir gemacht und unternommen haben. Sie sind sehr aktiv, lebendig und auch sehr kreativ, etwas zu unternehmen. Auf der anderen Seite, waren auch sie mit den Tagen sehr zufrieden, denn sie brauchen wirklich solch eine Freizeit, in der jemand bei ihnen, mit ihnen und für sie da ist. Insgesamt, alles, was wir gemacht haben, war Beten, Sport, Singen, Radfahren, Schwimmen, Spielen, Tanzen, Ausflug, Quiz, Nachtwanderung, usw. Ohne dass wir es merkten, verging die Zeit sehr schnell und dann war dieses Programm plötzlich schon zu Ende. Der Abschied machte mich natürlich sehr traurig. Aber ich war trotzdem dankbar und glücklich. In ihrem Brief hat die KJW (Katholische Jugend Wedel) mir folgendes geschrieben: „In der heutigen Zeit ist es leider nicht mehr selbstverständlich, dass man sich ehrenamtlich in der Kinder- und Jugendarbeit engagiert. Durch Deinen Einsatz hast Du erst ermöglicht, dass eine herrliche Sommerfreizeit für unsere Kinder stattfinden konnte.“ Dieser Satz, der kursiv gedruckt ist, gilt für uns all und wir sollten ihn immer beachten. Es ist doch unser heutiges Problem, das wir auf die Kinder hören, uns mit ihnen abgeben und sie nicht nur einfach sich selber überlassen. Petrus Kelyombar